„Wie kann ich als Jude, als Angehöriger eines verfolgten Volkes, intolerant gegenüber Andersdenkenden oder Andersgläubigen sein?“ sagte der jüdische Zeitzeuge Karl Pfeifer in seinem Vortrag vor der 2AHLT… und rief mit seinen Worten zu mehr Toleranz in unserer Gesellschaft auf.

Innerhalb von 2 Schulstunden erzählte er von seiner Flucht nach Ungarn, wo er sich nie als Ungar fühlte, seiner Weiterfahrt nach Palästina, wo er beim Militär diente, bis zu seiner Rückkehr nach dem Krieg nach Österreich, wo er in Bad Gastein die Hotelfachschule besuchte.

Nach der Frage seiner Identität sagte er, dass er sich immer als Österreicher gefühlt hätte, erst im zweiter Linie als Jude, da ihm seine Religion in seinem Leben eher hinderlich war. Als kleiner Junge in Baden von Hitlerjungen angespuckt, erlebte er immer wieder Repressalien gegen sich und seine Religion.

Für die HLF war dies schon der 2. Besuch eines Zeitzeugen an der Schule, welche Frau Mag. Editha Adamowicz im Zuge des Religionsunterrichtes organisierte.
„Authentische Lebensberichte von Zeitzeugen sind für Schüler besonders interessant und wir können uns glücklich schätzen, sie bei uns begrüßen zu können, denn bald wird es keine mehr geben!“ meinte die Professorin.